Was passiert bei einem Aktien-Crash?

Aktien-Crashs sind der Albtraum vieler Anleger. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich absichern können.
Aktien-Crashs sind extreme Ereingnisse, in denen der Aktienmarkt in sehr kurzer Zeit abstürzt. In der Folge kommt es zu Panikverkäufen, was den Preisverfall weiter beschleunigt und schon viele Investoren einen Großteil ihres Vermögens gekostet hat. Doch was passiert eigentlich bei einem Aktien-Crash und kann man ihn vorhersagen? Wir klären auf - und zeigen, warum Gold eine gute Absicherung sein könnte!
Auf einen Blick:
- Ein Aktien-Crash ist ein plötzlicher und starker Einbruch der Aktienkurse. Der Crash wird oft ausgelöst durch das Platzen von Spekulationsblasen oder wenn unvorhergesehene externe Schocks den Aktienmarkt schlagartig nach unten treiben.
- Börsencrashs folgen oft auf einen Bullenmarkt oder einer Periode, in denen die Preise für Aktien ihren intrinsischen Wert übersteigen.
- Viele Experten gehen aber davon aus, dass es fast unmöglich ist, einen Aktien-Crash vorherzusagen.
- Um sich vor einem Aktien-Crash zu schützen, ist es ratsam, seine Vermögenswerte zu diversifizieren. Physisches Gold kann zu einem diversifizierten Portfolio beitragen.
- Um sich vor einem Aktien-Crash zu schützen, ist es ratsam, seine Vermögenswerte zu diversifizieren. Physisches Gold kann zu einem diversifizierten Portfolio beitragen.
Was ist ein Aktien-Crash?
Ein Aktien-Crash - auch Börsensturz, Börsencrash oder Börsenkrach genannt - ist ein Ereignis, bei dem die Preise an der Börse innerhalb kurzer Zeit sehr stark fallen. Anleger, die in Aktien investiert sind, müssen dabei mit massiven Verlusten rechnen.
In der Folge kommt es oft zu Panikverkäufen, bei denen Anleger versuchen, ihre Aktien so schnell wie möglich loszuwerden. Dadurch wird das extreme Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage noch größer, sodass sich der Preisverfall beschleunigt.
Ein Aktien-Crash folgt oft einem bestimmten Muster:
- Die Preise schwanken stark (Volatilität)
- Die Aktienpreise fallen, besonders Wachstums- und zyklische Aktien
- Andere Wertanlagen fallen ebenfalls
- Die Nachfrage nach “sicheren” Wertanlagen steigt sprunghaft
Wieso crasht die Börse?

Oft wird ein Aktien-Crash durch die folgenden Faktoren ausgelöst:
- Der Markt ist stark überbewertet - Ein Anleger, der Anteile an einem Unternehmen besitzt, hat Anspruch auf einen Teil der künftigen Gewinne des Unternehmens. Dabei ist der Gewinnsanspruch proportional zum Anteil der Aktien, die der Investor hält. Wenn die Aktienpreise stark steigen, sind Anleger entsprechend optimistisch, dass auch die künftigen Unternehmensgewinne stark steigen werden - was aber nicht unbedingt der Realität entsprechen muss. Man spricht dann von einem überbewerteten Markt, der bei einem Börsencrash entsprechend korrigiert wird.
- Das Zinsumfeld - Zinsen sind der Treibstoff der Wirtschaft. In Zeiten von niedrigen Zinsen können sich Privatverbraucher und Unternehmen billiges Geld leihen und damit das Wirtschaftswachstum beschleunigen. Steigen die Zinsen jedoch, wird sowohl das Unternehmenswachstum teurer und es wird weniger konsumiert. Das kühlt die Wirtschaft ab - und die Aktienkurse fallen.
- (Externe) Schocks - Rezessionen, Bankencrashs, Pandemien oder geopolitische Konflikte können der Wirtschaft einen externen Schock zuführen, sodass die Börse crasht.
- Hebel - Viele Anleger leihen sich Geld, das sie dann in Aktien anlegen. Fallen die Aktienkurse, müssen diese Anleger schnell verkaufen, um ihre Schulden bedienen zu können - es kann zu einer Kettenreaktion kommen.
- Der Herdentrieb - Optimismus und Pessimismus sind ansteckend. Überwiegt der Pessimismus, sind Anleger geneigt, zu verkaufen. Auch das kann eine Kettenreaktion auslösen, die den Preisverfall weiter beschleunigt.
goldbars
Wann war der letzte Aktien-Crash?
Der letzte Aktien-Crash ereignete sich im Februar/März 2020 während der Covid-Pandemie. Der weltweit wichtigste Aktienindex S&P 500 fiel in nur einem Monat um 34 %.
Andere berühmte Aktien-Crashs der Geschichte:
- Die Tulpenmanie (1637) - Die Tulpenmanie ist streng genommen kein Aktien-Crash, gilt aber als die erste gut dokumentierte Spekulationsblase. Anfangs wurden geerntete Zwiebeln auf dem Spotmarkt verkauft, später ging man jedoch dazu über, auch ungeerntete Zwiebeln über Terminkontrakte zu handeln - der Makt entwickelte sich zur Spekulationsblase. Es wird geschäftzt, dass der Preis für Tulpen nach dem Platzen der Blase um etwa 95 % fiel.
- Der Schwarze Freitag (1929) - Auch hier führte eine Spekulationsblase zu Rekordpreisen an der Börse, an dem sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen Anteil haben wollten und deshalb Kredite aufnahmen, um Aktien handeln zu können.Ab dem 24. Oktober befanden sich die Aktienkurse im freien Fall und bis heute gilt der Crash als Auslöser der Weltwirtschaftskrise.
- Der Schwarze Montag (19. Oktober 1987) - Der schwarze Montag gilt als der erste Börsencrash nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Dow Jones fiel innerhalb eines Tages um 22,6 %, der größte Rückgang innerhalb eines Tages in seiner der Geschichte.
- Die Finanzkrise (2008) - Ausgehend vom Immobilienmarkt brach auch der Aktienmarkt stark ein. Auf verschiedenen Börsen weltweit sanken die Preise um bis zu 10 %.
Wann kommt der nächste Aktien-Crash?
Wir haben es bereits angemerkt: Viele Experten betonen, dass es mehr oder weniger unmöglich ist, einen Börsenkrach vorherzusagen.
Klar ist aber auch, dass viele Börsencrashs einem ähnlichen Muster folgen. Manche Anleger meinen, dass sich die Geschichte nun wiederholen könnte, da steigende Zinsen, Rekordpreise, Kriege und die hohe Staatsverschuldung führender Wirtschaftsnationen eine neue Krise heraufbeschwören könnten.
Aktien-Crashs lassen sich nicht verlässlich vorhersagen. Allerdings haben sich in der Vergangenheit immer wieder Muster gezeigt, die einen Aktien-Crash begünstigen oder sogar auslösen können. Manche Anleger meinen daher, dass ein erneuter Crash bevorstehen könnte.
Gold als Absicherung gegen einen Börsencrash

Vor allem physisches Gold gilt als sicherer Hafen, der gerade dann glänzt, wenn Aktien und andere Wertanlagen crashen. Die Goldperformance in den letzten Krisern belegt diese These gut:
- Finanzkrise - Während der S&P 500 zwischen Oktober 2007 und März 2009 um -57 % an Wert verlor, legte Gold um 26 % zu.
- COVID - Zwischen Januar 2020 und Ende März 2020 verlor der S&P 500 -31 %, während der Goldpreis mehr oder weniger stabil blieb (-0,1 %).
Generell gilt Gold als eine gute Wahl, um Portfolios vor Wertverlusten zu schützen. Dass liegt daran, dass sich der Goldpreis entweder unabhängig von anderen Wertanlagen oder sogar gegensätzlich zu deren Kurs bewegt.
Hier vergleichen wir Gold mit einigen anderen Wertanlagen:
- Mythos entlarvt: Gold hat keine Verbindung zum Rohöl-Preis
- Warum man mit Gold Portfoliorisiken streuen kann
- Warum Gold die bessere Alternative zum Sparbuch ist
- Immobilien vs. Gold
- Bitcoin vs. Gold
- Ackerland vs. Gold
Während der letzten zwei Aktien-Crashs war Gold ein sicherer Hafen. Während der Finanzkrise stieg es um 26 % (Aktien: -57 %) und während der Covid-Hochphase behielt es seinen, während Aktien um -31 % fielen.
Unser Fazit: Diversifikation ist Ihr Sicherheitsnetz
Börsencrashs sind unberechenbare Ereignisse, die Anleger vor massive Herausforderungen stellen.
Die jüngste Geschichte zeigt, wie drastisch die Einschnitte sein können: Bei einem Kurssturz von 57 % ist im Anschluss ein Zuwachs von fast 133 % erforderlich, nur um die Verlustzone wieder zu verlassen.
Um sich gegen solche Szenarien abzusichern, ist eine ausgewogene Strategie essenziell.
Durch die Streuung über verschiedene Anlageklassen minimieren Sie Klumpenrisiken. Edelmetalle wie Gold – und in moderaten Anteilen auch Silber – fungieren hierbei als bewährte Stabilitätsanker für Ihr Portfolio.